Häufige Fehler bei Präsentationen (und wie man diese vermeidet)

Text ist zu klein

- Publikum hat Probleme beim Lesen und wird unruhig.

Folien wechseln zu schnell

- Unruhe beim Leser, da zu wenig Zeit zum lesen und für die eigenen Notizen

Sie zeigen als Referent Ihrem Publikum den Rücken,

weil Sie die Folien ablesen müssen - das Publikum erwartet, dass Sie wissen, von was Sie sprechen, und möchte Blickkontakt. Zumal die Verständlichkeit leidet, wenn Sie der Projektsfläche erzählen, was für das Publikum bestimmt ist.

Folieninhalte werden komplett vorgelesen

-damit machen Sie sich unnötig, da das Publikum i.d.R. selber lesen kann und zu Recht etwas mehr als Textwiedergabe erwartet.

Stehen Sie nicht im Bild

- das Publikum will sowohl die Präsentation als auch Sie ansehen können. Stehen Sie am besten als Rechtshänder links von der Präsentationsfläche, dann können Sie immer bequem per Hand auf Inhalte zeigen.

Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Inhalte auf dem Overheadprojektor

- erstens machen sich Fettflecken (soll vorkommen) schlecht, wenn Sie den Finger wieder wegnehmen; zweitens wird das Zittern Ihrer Hand (was vollkommen normal ist) durch die Vergrößerung des Overheadprojektors unangenehm sichtbar. Legen Sie einfach einen Stift auf die entsprechende Stelle.

Laserpoint alias Luke Skywalker

- jaja, ist cool, aber i.d.R. zittrig, und alles was zittert, sieht nervös aus. Den Mauszeiger zu vergrößern hilft mehr.

Behalten Sie die Hände leer,

wenn Sie mit Folien arbeiten. So wird Ihr Vortrag lebendiger, wenn Sie die Hände zum Zeigen und für Gesten einsetzen können.

Das Wasserfallsyndrom:

Geben Sie dem Zuschauer die notwenige Zeit, damit die Folien betrachtet, gelesen und verstanden werden können - auch bei Bildern. Es wird nicht erwartet (nur vielleicht befürchtet), dass Sie wie ein Wasserfall den gesamten Vortrag die Zuhörer mit Worten überschwemmen. Geben Sie Zeit, machen Sie Sprechpausen - Sie zeigen damit, dass Sie souverän sind und wissen, was wichtig ist, und dies durch eine Pause noch aufwerten.

Farbenwahl mit zuwenig Kontrast oder schlechtem Geschmack:

Wenn der Kontrast zu schlecht ist, wird das Lesen anstrengend. Genauso bei abstruser Farbwahl wie beispielsweise grüne Schrift auf rotem Grund, was auch noch für Rot-Grün-Blinde unlesbar wird. "Schlechter Geschmack" ist natürlich eine subjektive Kategorie, aber allgemein gilt: möglichst wenig Farben verwenden. Gelber Hintergrund wird bei vielen Beamern oft unschön bräunlich.

Bei Aufzählungen ganze Sätze statt Stichwörter:

das Herunterbrechen auf das passende Stichwort bedeutet Gedankenarbeit - investieren Sie diese.

Fliegende Texte und sich bewegende Grafiken:

wenn keine Funktion dahin steckt, nervt es nach kurzer Zeit und lenkt vom eigentlichen ab - dem Inhalt

Nervtötender Sound

- immer nach Sinn und Zweck fragen.

Zu komplexe Diagramme und Charts:

Vereinfachung ist das Prinzip - ansonsten könnte das Publik gleich die entsprechenden Fachbücher zu dem Thema lesen.

Tipps

Sie sind der Chef (wenigstens während dem Vortrag) – Sie können auch von den Folien abweichen oder überspringen, falls es sinnvoll erscheint.

Nutzen Sie auch alternative Arbeitsmittel – auf einem herumstehenden Flipchart können Fragen und offene Punkte notiert werden, die später behandelt werden (das zeigt auch Ihre Wertschätzung gegenüber dem Publikum und dass Sie Fragen ernst nehmen und die Beantwortung dann an der richtigen Stelle kompetent platzieren)


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Sicht für Zuschauer frei halten!