Atemtechnik

Atemtechnik – wozu bei Präsentationen?

Nicht nur bei Singen, Gewichtheben und Yoga ist die Auseinandersetzung mit Atemtechnik hilfreich. Schauspieler und Rhetoriker wissen um den Zusammenhang von Atem und Sprechen.

Zusammenhang von Atem und Sprechen

Das Sprechen beginnt mit dem Einatmen. Dabei senkt sich das Zwerchfell, das Brustkorb und Bauchhöhle voneinander trennt, es entsteht ein Unterdruck in den Lungenflügeln und Luft strömt ein. Dieser Vorgang geschieht zumeist unbewusst und automatisch, kann aber auch gezielt gesteuert werden (anders als z.B. Herzschlag oder die Darmperistaltik ;-), die sich einem direkten Zugriff entziehen). Dabei können die Atemtiefe und die Atemfrequenz bestimmt werden.

Je mehr Aktivität der Körper macht oder zu machen gedenkt, desto schneller wird das Luftholen wiederholt, wie jeder weiß, der einmal ein paar Meter gerannt ist. Dabei unterscheidet unser Gehirn allerdings noch vorzivilisatorisch – seelischer Stress und körperlicher Stress wird nicht genau unterschieden. Aufregung vor einem Publikum wird fehlinterpretiert als bevorstehende Gefahr – wahrscheinlich ein Löwe oder ein Mamut, und da der Mensch zu den Fluchttieren gehört, steigt der Körper um auf Laufmodus und steigert die Atemfrequenz zu Lasten der Atemtiefe. Eine hohe Spannung des Zwerchfells ist die Folge. Diese Spannung und der erhöhte Luftdruck – der gar nicht benötigt wird – bewirken eine erhöhte Sprechstimme, was den Löwen wenig beeindrucken würde, den Zuhörern eines Vortrags aber Angst signalisiert.


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Sicht für Zuschauer frei halten!